In Zeiten, in welchen ein friedliches Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkünfte immer schwieriger zu sein scheint, ist das Projekt „Hoffnungshäuser – integratives Wohnen inmitten unserer Gesellschaft“ nicht nur für Xavin, sondern für die gesamte Gesellschaft von unvorstellbarem Wert. Aus diesem Grund hilft Xavin der Hoffnungsträger Stiftung bei der Finanzierung vier neuer Hoffnungshäuser in Konstanz.

Das Konzept der Hoffnungshäuser

„Der Ansatz ‚Fremde werden Freude’ darf im Hoffnungshaus Realität werden. Das integrative Wohnkonzept überbrückt kulturelle, religiöse und nationale Unterschiede und setzt dabei einen ganzheitlichen Integrationsansatz um“ – Angelika Röhm, Leiterin des Bereichs Hoffnungshäuser und Nationale Programme bei Hoffnungsträger

Das Konzept zu den Hoffnungshäusern geht auf die von Tobias Merckle im Jahre 2013 gegründete Hoffnungsträger Stiftung zurück – mit der Vision, den geflüchteten Menschen in Deutschland nicht nur angemessenen und bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen, sondern auch Integration und Begegnung mit der Aufnahmegesellschaft zu fördern.

In den Hoffnungshäusern wohnen Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte unter einem Dach. Im übertragenen Sinn beginnt hier die Integration schon im Hausflur. 

Das erst Mal wurde das Konzept im Herbst 2016 am Standort Leonberg praktisch umgesetzt. Das erste von Hoffnungsträger erbaute Gebäude eröffnete im August 2017 in Esslingen, dem noch viele weitere Hoffnungshäuser folgten.

Die Entwicklung der Hoffnungshäuser

Nach dem ersten Standort in Leonberg, der 2016 eröffnet wurde, baut Hoffnungsträger das Konzept in Baden-Württemberg weiter aus. Weitere Standorte in Esslingen, Bad Liebenzell, Sinsheim und Schwäbisch-Gmünd sind bereits entstanden bzw. in der Entstehung. Kommunen wie Straubenhardt, Kraichtal, Nagold und Bönnigheim werden in den nächsten Jahren folgen. In Konstanz sollen ab 2021 vier weitere Hoffnungshäuser hinzukommen. Mit zahlreichen weiteren Städten und Gemeinden ist Hoffnungsträger voll und ganz im Gespräch.

Anzahl der Hoffnungshäuser

Abbildung 1: Die Anzahl der Hoffnungshäuser und Wohnungen (kumuliert)

 

Eine Bestätigung der hervorragenden Arbeit

Das Konzept der Hoffnungshäuser sieht vor, dass Migranten aller Herkunftsländer, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus Teil der Hausgemeinschaft werden können. Durch verschieden große Wohneinheiten finden nicht nur Familien in eigenen Wohnungen, sondern auch Einzelpersonen in Wohngemeinschaften ein Zuhause im Hoffnungshaus. Neben gemeinschaftsstiftenden Unternehmungen und Aktivitäten, die von der Hausgemeinschaft organisiert werden, gibt es darüber hinaus Angebote für Menschen aus der Nachbarschaft und näheren Umgebung.

Abgesehen davon ist das Angebot für integratives Wohnen für Geflüchtete und Einheimische eingebettet in ein breites lokales Netzwerk ehrenamtlichen Engagements. Dies soll dazu beitragen, dass neu nach Deutschland gekommene Menschen schnell heimisch werden und ein Selbstständiges und selbstbestimmtes Leben führen können.

Denn dass ein Zusammenleben von Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte funktioniert ist nicht immer selbstverständlich. Viel mehr beruht es auf dem Engagement zahlreicher Menschen und Organisationen.

Das Land Baden-Württemberg  möchte das unterstützen, weshalb 2019 zum ersten Mal der Integrationspreis des Landes in drei Kategorien ausgeschrieben wurde. Die Hoffnungsträger Stiftung erzielte mit ihrem innovativen Konzept „Hoffnungshaus“ den 3. Platz in der Kategorie Zivilgesellschaft. Die Preisverleihung fand in den Wagenhallen in Stuttgart statt, wo Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Preisträger in den Kategorien „Zivilgesellschaft, Unternehmen und Verbände und Kommunen“ kürte. 

„Wir wollen mit dem Preis das riesige Engagement der Zivilgesellschaft, der Kommunen, der Verwaltungen, der Verbände und auch der Unternehmen im Land würdigen. All diese Initiativen und Projekte tragen wesentlich zum Zusammenhalt der Gesellschaft bei und zeigen, dass Vielfalt ein selbstverständlicher Teil Baden-Württembergs ist.“ – Ministerpräsident Winfried Kretschmann

 

Integrationspreis des Landes Baden-Württemberg

Grafik 1: Der Integrationspreis des Landes Baden-Württemberg 2019

Außerdem hat Hoffnungsträger gemeinsam mit dem Architekturbüro andOffice eine zukunftsweisende bauliche Lösung für die Hoffnungshäuser gefunden, die bereits mit zahlreichen Preisen gekürt wurde, darunter der Holzbaupreis Baden-Württemberg, der HolzbauPlus-Preis, der German Design Award und der Iconic Design Award.

 

Die Preise

 

Abbildung 2: Die Preise der Hoffnungsträger

 

The Author:

Tobias ist Gründer und Geschäftsführer von Xavin. Seit 2018 verfolgt er die Vision sozial nachhaltige Geldanlage in Deutschland zu ermöglichen.